10.01.2022 14:59

Frühling 2021 15.5 - 31.5

15.5       In der Nacht kam eine Gewitterfront über uns, bei 22kn steckte ich nochmals 10 Meter Kette, um 02:30, bei 33kn brach der Anker aus dem schlechten Ankergrund aus. Wir waren schon wach als der Ankeralarm losheulte, also ins Ölzeug Motor an und 40m Kette reinholen. Zum Glück hatten wir viel Platz um uns. In stockdunkler Nacht zurück an unseren Steg vor Korcula und wieder längsseits angelegt. Was für ein Tag!! Kamen noch zu ein paar Stunden Schlaf, es regnete auch noch den ganzen Vormittag. Als wir so langsam aufbrechen wollten kam eine liebe Frau aus der Nachbarschaft mit einem Sack voll frischem Salat und Rucolla und einem 2. Sack voll Erdbeeren, einfach so. Sie sprach gut Englisch und wir konnten noch etwas tratschen. Trotzdem dann aber Leinen los, Ziel die offenbar gut geschützte Bucht Racisce. 30m Kette auf 5m Tiefe. Restaurants noch alle zu und wir wollen das schlechte Wetter bis Dienstag abwarten. Sind noch etwas übernächtigt.

16.5       Absolut Windstille ruhige Nacht, abseits der Auffahrtsfestivitäten an Land, aber auch die wurden irgendwann müde. Wir wollten die 20-25kn SE die für die nächsten 2 Tage angesagt waren nicht hier verbringen, darum Anker hoch und die 15 sm in Angriff genommen. Wenig Wind, SE 8kn aber das Gross hat etwas mitgeholfen. Einlaufen in Polace, eine absolut traumhafte, rundum geschützte Bucht. Einmal die Bucht abgefahren und dann vor der Ortschaft die Boje des Restaurants Ancora genommen. Der Besitzer kam dann auch bald vorbei, fragte ob wir Essen (Takeaway) wollen, hat uns trotz Absage ganz herzlich willkommen geheissen und erklärt das wir an seiner Mooring die Parkgebühren nicht bezahlen müssen. Wir schliefen wunderbar, draussen blies der SE.

17.5       Am nächsten Morgen bestellten wir das Nachtessen, Oktupus Salat und Tuna mit Salat, dann 2 x Fischfilet mit Gemüse und Kartoffeln Mangold. Fragten ihn auch nach Fahrrädern, er meinte er hätte 2 und würde sie für uns rausstellen. Ausflug um den grossen V. Jezero See, mit Bootsausflug zum Kloster der hl Maria und wieder über den Berg zurück. 15km hatten uns ganz schön geschafft, aber es war traumhaft schön. Das pünktlich gebrachte Nachtessen, inkl. einer Flasche seines eigenen Weines schmeckte absolut spitze. Wir überdachten nun unseren Terminplan, Morgen guter Westwind, Dubrovnik Sa/So nicht optimal, alle Charterschiffe werden zurückgegeben, also den schweren Entscheid gefasst morgen in einem Zug nach Dubrovnik.

18.5       Anker hoch, noch wenig Wind, entlang der Insel Mijet half die Maschine mit und in Küstennähe schob der Strom mit 1,5kn. Kaum aus der Abdeckung von Mijet kam der Westwind mit 20-25kn, Supersegeln, umso näher wir Dubrovnik kamen umso höher wurde der Seegang mit Schwell aus Süden, zudem setzte der Strom gegen die Welle, es entstand eine absolut kurze 2m hohe Welle. Vor der Durchfahrt zwischen den vorgelagerten Inseln Grossegel geborgen und nur mit gereffter Genua eingelaufen. Den Kanal hoch zur ACI Marina. Von der neuen Frapa Marina, die näher bei der Altstadt liegt, haben wir gehört das sie dem Schwell der Fähren voll ausgesetzt ist, zudem teurer ist und obwohl näher bei der Altstadt muss doch ein Taxi genommen werden.

19.5       ACI Marina liegt perfekt, Bus Stop am Eingangstor, Bus 1A oder 1B bis Endstation vor der Altstadt. Wir genossendie traumhafte Altstadt ganz ohne Touristen. Die Stadt auf der Festungsmauer umgangen, knapp 2km und nur 5 anderen Personen begegnet. Pizza in der Altstadt geteilt, als sich jedoch Gewitterwolken näherten kehrten wir etwas früher als geplant aufs Schiff zurück. In der Marina bis zu 34kn Wind, die Gangway wurde hochgehoben und hat den Fahnenstock abrasiert. Zum Glück blieb er an Bord. Nachts hat sich alles wieder beruhigt.

20.5       Ausflug auf den Aussichtsberg oberhalb der Altstadt. Traumhafter Ausblick. Mittagessen in der Bota Shusi and Oyster Bar. Auf dem Nachhauseweg wurden wir heute kurz verregnet dafür aber die gesuchte Zündkerze für den Aussenborder gefunden.

21.5       Nochmals Altstadt und Fort vor der Altstadt besichtigt, wiederum essen in der Sushi Bar. Neue Nachbarn mit Sunbeam 44 aus Österreich. Herbert und Ilse. 

22.5       Bootstag, Heidy plante Shopping Tour nach Dubrovnik auf der Suche nach Nagellack. Fahnenstock repariert mit eingesetztem 8mm Bohrer als Verstärkung.

23.5       Bleiben noch einen Tag in Dubrovnik. Geniessen nochmals die auch am Sonntag wenig besuchte Stadt. Aperitiv mitten in der Altstadt. Mittagessen natürlich in der Sushi Bar!

24.5       Montag, Leinen los aus Dubrovnik. War eine großartige Zeit und auch die ACI Marina war toll. Heutiges Ziel Mijet, Bucht Okuklje. Da soll es ein kroatisch/schweizerisches Restaurant geben. Wind schwach aus SE, in der Abdeckung der Inseln noch Segel gesetzt, Halbwinder und Gross. Ausserhalb war aber der alte Schwell so hoch das die Segel nicht mehr standen, also Motor an. Festmachen mit Mooring an Stegen vor dem Restaurant. Empfang der Restaurant Mannschaft pflichtgemäss, aber nicht enthusiastisch. Essen war Durchschnitt aber lustig zusammen mit Herbert und Ilse. Nachts wussten wir das der Jugo zunehmen soll, waren aber überrascht, wie stark die Böen in die Bucht schossen. Haben mitten in der Nacht 2. Mooring genommen und den Abstand zum Steg vergrössert. Trotzdem nicht gut geschlafen mit all dem gepflotsche am Heck.

25.5       Morgens trenne wir uns von Herbert und Ilse die in die ACI Marina nach Korcula fahren wollen. Wir waren noch unschlüssig ob wir nochmals zu Pedro nach Polace wollten oder ? Wettervorhersage für die nächsten Tage ist NW 15-20kn. Also so lange wollen wir nicht in Polace liegen. Lastovo ist zu weit mit sowenig Wind, also auch nach Kurcola, wieder an unseren Betonsteg wo wir zuerst mit Anker römisch/katholisch anlegen sollten. Überredeten den Marinero aber dann auf längsseits wie vor 10 Tagen mit Maschinenproblemen.

26.5       Herrlich ruhige Nacht, tat gut nach gestern. Die Winde versprachen West bis NW bis 15kn. Also nach Bankomatbesuch am morgen (06:30) Leinen los Richtung Lastovo. Unsere liebe Freundin Tatjana, die uns das letzte Mal mit Gemüse und Erdbeeren überraschte, bringt uns zum Abschied noch einen Glücksbringer, einen gehäkelten Oktopus. Der Wind kam aus West aber nur mit 8kn, auch für Amwind knapp. Vor den Inseln Segel runter und die Inselchen angeschaut. Dann nach Skrivena Luka eingelaufen. Am Steg von Porto Rosso mit Mooring festgemacht. Traumhaft schön. 

Am Steg 1 Nacht 250kn, 2. Nacht 200kn, 3. Nacht 150kn!! Mit Strom, Wasser und perfekten Duschen.

 Das Restaurant liegt traumhaft, wir werden es morgen testen. 

27.5       Hafentag, Schiff Unterwasser und Schraube gereinigt etc.

28.5       Für heute können wir das Auto von Tonis Onkel mieten (150kn) Erkunden die ganze Insel, Lovosto Stadt ist mehr Museum als lebende Stadt aber mit einer ganz speziellen Atmosphäre. Wunderbare Landschaften und Wälder, Höhepunkt war aber die Aussicht von Hom, dem höchsten Berg der Insel. Auf der Sitzbank fiel mir noch das Portemonnaie aus der Tasche. Gemerkt habe ich es erst kurz vor dem Hafen, also ganze Fahrt nochmals zurück und siehe da es lag einsam auf der Bank! Was für eine Erleichterung. Abends hatten wir ein herforragendes Nachtessen im Restaurant, bis und mit Palatschinken mit Sauerkirschen und Vanilleeis, dazu ein Muskateler.

29.5       Leinen los, südlich die Insel umrundet und durch den Kanal wieder Richtung Norden. Wind West 8-12kn, die Maschine lief mit, weil wir wollten nicht nochmals in Korcula übernachten sondern bis in die Bucht Loviste in Peljesac. Um die Osthuk von Korcula konnten wir mit 7kn segeln, im Peljesac Kanal hatten wir den Wind dann auf die Nase. Dank gereinigtem Unterwasser auch bei 25kn noch 4.8 kn. In der Bucht dann wieder flaches Wasser und guter Ankergrund. Hatten in der Nacht dann wieder Böen aus West mit 20-25kn, Anker hielt aber perfekt. Haben uns trotzdem den Ersatz unseren 50m 8mm Kette durch 80m 10mm Kette auf die ToDo Liste zu setzen.

30.5       Genossen die wunderbare Ruhe in dieser Bucht. Abends kam noch ein englisches Boot, eine Bowman 40 mit einem Ehepaar und 2 Kindern, die seit 1,5 Jahren unterwegs sind und im Herbst für eine Saison in die Karibik wollen. Toll. Ruhige Nacht ohne Wind.

31.5       Entschlossen uns einen Tag in dieser traumhaften Bucht zu verbringen. Ausflug ins Dorf mit Kaffee trinken und einkaufen, dann wieder zu einem gemütlichen Nachmittag aufs Schiff. Geniessen die Aussicht und das klare Wasser. Abends nochmals Ausflug mit Dinghi ins Dorf zum Nachtessen, brachten es erstmals zu zweit ins gleiten! Das Restaurant meinte wir müssten nicht reservieren, auch wenn heute der strengste Tag der Woche sei. Recht hatte er, wir waren absolut für uns. Gegen Abend füllte sich der ganze östliche Teil der Bucht mit Schiffen. Der durch den starken Westwind verursachte Schwell verhinderte dann aber alle mit dem Beiboot rüberzufahren. In der Nacht legte sich der Wind, somit legte sich auch der Schwell und vorallem gab es kein Chaos in der Ankerbucht durch drehende Winde.